Rrrrumms

Rrrrumms, und zack, war ich hellwach heute Morgen. Was wohl bei S. wieder los ist, fragte ich mich, denn seine Garage grenzt an meine Wohnung, und in der Garage rummst es öfter mal. Diesmal war es leider nicht in der Garage, sondern bei mir. Mein Bücherregal war runtergekracht.

Herrje, so eine Schiete! Was nun? Während ich die Bücher aufsammelte und auf dem Boden stapelte, schwirrten mir x Gedanken durch den Kopf. Wie löse ich das nun? Ich ärgerte mich aber vor allem über mich selbst, dass ich dieses Regal total naiv aufgehängt hatte. Es hätte mir klar sein müssen, dass es der Last der Bücher nicht standhalten kann! In der Wand sind zwei Haken eingedübelt, und an diesen Haken hängt das Regal. Dass es zweieinhalb Jahre nicht runtergekracht ist, ist schon erstaunlich 😉

Ich fuhr dann in den Baumarkt und guckte mich mal um… und fand natürlich eine Möglichkeit: Ein Winkelblech – die genaue Bezeichnung ist Haustür-Winkelblech 🙂
Es sieht nicht gerade fachmännisch repariert aus, aber es hat Löcher. Ich brauchte weder Metallbohrer noch Akkuschrauber, ich konnte die beiden Aufhänge-Bohrungen sichern, ohne meinen Schwiegersohn zu Hilfe zu rufen.

Fertig. Hängt. Hält.

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Dies und das

Fußball
Vergangenen Donnerstag fand das WM-Qulifikationsspiel gegen Liechtenstein statt. Hansi Flick, der neue Trainer der Nationalmannschaft, stand natürlich besonders im Kreuzfeuer, und wegen des spärlichen 2:0 Sieges gegen diesen Fußballzwerg auch weiterhin. Heute findet das Duell gegen Armenien statt, lassen wir uns überraschen.

Ein von mir sehr geschätzter Blogger schrieb dazu: „….. aber gerne hätte ich Kommentator, Co-Kommentator und Experten den Ton abgestellt. Es stimmt schon, brillant war das nicht. Dennoch war das lange nicht so übel von der Spielanlage wie behauptet. Dazu wurde 2:0 in einem Qualifikationsspiel gegen Liechtenstein gewonnen. Wenn eine Mannschaft tief steht, ist es nun einmal nicht so einfach Tore zu erzielen. … Ja, da waren Kicker auf der anderen Seite aus der vierten und fünften Spielklasse dabei. … aber auch die kicken und trainieren heutzutage mindestens drei- bis viermal die Woche.“

Danke für dieses Statement, lieber lifeminder!

Passend zu diesem Thema machte ich mich vorgestern auf den Weg nach Vestenbergsgreuth. Eingefleischte Fußballfans und überzeugte Gegen-Bayern-Fans können mit dem Ort durchaus was anfangen, und auch ich hatte das Spiel der Bayern gegen Vestenbergsgreuth noch im Gedächtnis.
Am 14. August 1994 kickte nämlich dieser Dorfverein die großen Bayern gleich in der 1. DFB-Pokalrunde aus dem Rennen. Aufgelaufen waren Fußballgrößen wie Oliver Kahn, Lothar Mattäus, Thomas Helmer, Mehmet Scholl usw. mit ihrem Trainer Giovanni Tapattoni. Gespött bis heute über dieses Versagen der Bayern, und auf der anderen Seite Stolz bei den Greuthern.

Ruft man die Seite https://vestenbergsgreuth.de auf, wird unter „Geschichte“ als erstes dieser Stein gezeigt. Ein geschichtsträchtiges Fußballspiel also.
Die Begegnung fand übrigens nicht auf dem heimischen Rasen statt, sondern wurde im Nürnberger Frankenstadion ausgetragen.

Der Schaukelweg
Und weil ich grad da war, fuhr ich Schaukelweg. Wollte ein paar beeindruckende Fotos knipsen und euch meine Begeisterung mitteilen. Aber das schöne Wetter nutzten viele, viele andere auch, und so ist meine Präsentation recht spärlich.

An fünf verschiedenen Stellen diesen 3 km langen Rundwegs sind Schaukeln aufgebaut. Selbst mein Enkel, der nun kein wackerer Wanderer ist, lässt sich hier immer wieder motivieren, noch eine Station und noch eine und noch eine anzusteuern 🙂

Corona
Die Inzidenzzahlen steigen und steigen, und auf der Karte des Robert-Koch-Instituts kann man sehen, wie täglich mehr und mehr Blau verschwindet. War es vor vier Wochen fast nur der Westen, der mit steigenden Zahlen geschlagen war, steht jetzt nur noch ein kleiner Bereich im Osten ziemlich gut da. Das sind die Gegenden, in denen besonders viele junge Leute fehlen… die alten sind ja überwiegend geimpft.

Für meinen Sohn bedeutet die jetztige Lage, dass die Betreuung der Enkelin wieder nicht funktioniert. Schon seit drei Wochen fällt die Tagesmutter wieder aus.

Um die Gefahr einer Infektion mache ich mir weniger Sorgen, denn alle in der Familie, die geimpft werden können, sind geimpft und schützen somit auch ihre kleinen Kinder. Es ist jetzt der Stress, dem die Eltern ausgesetzt sind – und die Kinder.

Und sonst so?
Der Schwiegersohn hat seinen Bulli (Bj. 1983) aus der Scheune geholt, flott gemacht und war mit dem Okay des TÜV mit dem Enkel zum Männerurlaub aufgebrochen. Das war ein richtiges Abenteuer für den Buben, und nachdem sein kleines Schwesterchen sonst viel Aufmerksamkeit fordert, war es für ihn gut, mal an erster Stelle zu stehen.
In gut einer Woche beginnt die Schule und damit ein neuer Lebensabschnitt für ihn.

Nach 11 Monaten habe ich mich endlich wieder mal ins Auto gesetzt und bin in die Oberpfalz gefahren. Das sind nur 150 km Entfernung, und ich verstehe eigentlich nicht, warum ich nicht öfter hinfahre. Vor allem habe ich mich gefreut, dass es meinem großen Bruder gut geht, aber auch meine anderen beiden Geschwister mal wieder real zu sehen, war schon toll.

Heute hänge ich allerdings schon wieder ziemlich antriebslos rum 😦

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Der Kräuter-Rundweg

Ich weiß nicht, wie oft ich den Kräuter-Rundweg schon fahren wollte. Wollte, weil ich mich jedes Mal verfranse, es ist zum Haareraufen! 24 km lang ist er offiziell, aber das kann ich aus eigener Erfahrung nicht bestätigen 😉
Neben dem Karpfen-Rundweg, dem Storchen-Lehrpfad, der Wasserwelt Uehlfeld, dem Weiher-Wanderweg und anderen markierten Wegen, habe ich den Kräuter-Rundweg gleich ins Visier genommen, als ich hierher gezogen bin, weil er durch mein Dorf führt. Wenn man aufmerksam ist, sollte man sich zurecht finden…

Ich beginne gleich mal mit dem offiziellen Weg und meinem von gestern:

Man kann sehr gut erkennen, dass ich mich nach Uehlfeld wieder mal verfahren habe. Mehrfach! Mehr als 5 km unnötig die Reifen abgenutzt! Aber schön war’s trotzdem.

Das Merrettichfeld, auf dem für die Firma Schamel angebaut wird, hatte ich zuvor noch nicht gefunden, ebenso das Aussichtstürmchen, das bei der Weiherkette zwischen Uehlfeld und Vestenbergsgreuth steht.

Endlich war ich auf dem höchsten Punkt des Weges, dem Eichholzberg, angekommen, da kannte ich mich wieder aus 🙂

Noch etwa 3 km bis Vestenbergsgreuth und schließlich nochmal etwa 8 km bis nach Hause. Ehrlich, ich hab mich gefreut, als ich den heimischen Kirchturm sah 🙂

Auf Tafeln entlang des Weges wird gezeigt, welche Kräuter angebaut werden, und in Vestenbergsgreuth gibt es einen großen Kräutergarten, wo man sich genauer informieren kann. Es ist ein interessanter Weg – auch wenn man sich gern verfährt….

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Grillen, bevor der Herbst da ist

Irgendwie herbstelt es schon. Die Tage sind spürbar kürzer, die Nächte kühler, die Mücken aufdringlicher…. Zeit also, den Grill endlich man anzuwerfen.
Die Tochter und Familie waren am Freitag hier, und da war es weniger beschaulich, so dass ich aufs Fotografieren vergessen habe. Aber gestern! Ein paar Reste hatte ich noch, der Grill war noch nicht geschrubbt, und die Würstchen sollten weg.

Am meisten mag ich beim Grillen den Geruch der brennenden Holzkohle. Das Grillgut ist natürlich auch wichtig, vor allem mag ich da, dass die Küche nicht verspritzt wird 🙂
Das Putzen des Grills wiederum ist extrem lästig und behindert meine Laune, ihn öfter zu benutzen.

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Der Baumwipfelpfad Steigerwald

Als ich das Datum heute zur Kenntnis nahm, war mein erster Gedanke „Ah, J. und K. haben Hochzeitstag“. Mein Sohn und meine Schwiegertochter heirateten am 8. 8. 2014 standesamtlich in Bonn im Alten Rathaus und am Tag darauf kirchlich. Die Feier fand auf der Godesburg statt. Wunderschön war das.

Dann kam als zweiter Gedanke, dass am 8. 8. 1994 meine Mutter gestorben ist. 27 Jahre sind das nun schon! Damals konnte ich mir nicht vorstellen, wie ich ohne sie zurecht kommen sollte. Ich brauchte doch ihren Rat, ihre Zuversicht, ihre Stärke, ihr Zuhören, ihr Verstehen, ihren Optimismus. Aber was blieb mir übrig? Natürlich lernte ich, ohne sie zurechtzukommen.
Sch… Krebs! Sie musste so sehr leiden, und sie wurde nur 72 Jahre alt.

Und als ich schließlich in den Blogs stöberte, las ich, dass der Ehemann einer meiner Lieblingsbloggerinnen in der Nacht verstorben ist. Hirntumor. Sie hatte zwei Tage zuvor noch gepostet, dass sie nicht weiß, wie lange ihre Kraft noch reicht. Er verstarb zu Hause…..

Ich musste raus. So „richtig“ raus, nicht nur eine Runde mit dem Fahrrad fahren.
Also setzte ich mich ins Auto und fuhr zum Baumwipfelpfad nach Ebrach. Meine Stieftochter und die Jungs waren dort und waren sehr begeistert. Ich auch, obwohl mich 10 € Eintritt schon schlucken ließen. 9 €, korrigierte mich die Kassiererin, ich sei doch Rentnerin, oder? Nett vor ihr!

Der Wolf hat sich die Aussicht auch schon angeguckt.

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Dies und das

Dorfkinder
Der Enkel durfte mit seinem Kumpel auf den Mähdrescher des Onkels. Der Onkel erklärte den Kindern wie diese Riesenmaschine funktioniert, beim Mähdreschen selbst mussten sie aber wieder absteigen.

Sie durften Ähren mit nach Hause nehmen, und der Enkel drosch dann per Hand. Anstrengend, stellte er fest 😉 Aber er hat nun ein Schüsselchen mit Weizenkörnern, die noch trocknen müssen, bevor er sie mahlen und ein Brot backen kann.

Stadtkind
Die Enkelin hat vom Christkind eine Küche bekommen. Noch immer zieht sie ihre Schürze an kocht gleichzeitig mit Mama oder Papa. So richtig hat sie es aber noch nicht kapiert, wie das mit dem tierischen Essen funktioniert 😀

Hoch von gnadenreicher Stelle winkt die Schenke und Kapelle
(aus Die Fromme Helene, Wilhelm Busch)

Ich war hochgefahren zur „Antoniuskapelle“, wollte ein frisch gezapftes Bier schlucken, weiter zum Hofladen radeln und dann wieder nach Hause. Aber es war gerade Gottesdienst, und so nahm ich gerne daran teil.

Und sonst so?
Nicht viel Neues.
Das Enkelbaby wächst und gedeiht, es ist eine Wonne.
Der Enkel wurde aus dem Kindergarten geworfen (Tatsache! Die armen Erzieherinnen, die die „Wackelzähne“ über die Schwelle auf eine Bodenmatte wuchten mussten!) und wartet auf seinen ersten Schultag.
Das goldige, süßeste Bonner Enkelmädchen kann ich derzeit wieder nur auf Fotos und Videos anhimmeln.
Aber bald haben alle vollständigen Impfschutz, und bald ist ihr zweiter Geburtstag.

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Meine Nordlichter

Der Gatte, seine Tochter J. und die beiden Jungs M. und L. waren mit dem Wohnmobil vom 22. bis 28. Juli hier. Dass ich noch immer keine rechte Meinung über diesen Besuch habe, zeigt die Verzögerung meines Eintrags hier in meinem Blog.

Dabei kam die Idee von mir und ich freute mich darauf, als der Gatte sagte, dass J. gern das Wohnmobil hätte, sie möchte mit ihm und den Jungs eine Woche wegfahren.
„Hey, dann kommt doch hierher!“ Ich war vor 1 Jahr zuletzt im Norden, der Gatte seit fast eineinhalb Jahren nicht mehr hier.
„Da ist doch nichts los“, war sein Einwurf.
„Gerade M. müsste es doch gefallen“, entgegnete ich, „die Sommerrodelbahn, in der Fränkischen die Felsen, die Tropfsteinhöhlen, die Burgen oder die Vulkanwelt (Parkstein/Oberpfalz), der Monte Kaolino (Hirschau/Oberpfalz) oder die Baumwipfelpfade und Klettersteige…. „
Kurzum, sie sagten zu, ich stellte eine Liste mit möglichen Aktivitäten zusammen und sie trafen wie vereinbart ein.

Woher sollte ich wissen, dass J. kein Gulasch mehr mag und sowieso kein dunkles Fleisch isst („der Hunger hat doch ganz schön was reingetrieben“), keine Cola Zero verträgt, welche aber der Gatte unbedingt haben muss und seit Kurzem Bierexpertin ist? Schon der erste Abend war ein bisschen schwierig, zumal sich die Jungs kabbelten und sich nicht einigen konnten, wer im Wohnmobil wo schläft.

Auch die erste Nacht war nicht wirklich erholsam. Der Gatte schlief bei mir, die Jungen im Wohnmobil vor dem Haus….. einem Bauernhof. Zwar einem Bauernhof ohne Tierhaltung, aber mit Hühnern. Dass der Hahn ab 4 Uhr krähte und der Bauer (mein Vermieter) und seine Arbeiter morgens um 6 Uhr zu wirtschaften begannen, störte ihr Schlafbedürfnis natürlich sehr.

J.s Freund war mit seinem Sohn in der Nähe auf einem Campingplatz, erzählte sie, sie wäre dankbar, wenn sie mein Auto haben könnten, dann würden sie zu fünft die Tage verbringen. So kam es also, dass ich von den Stiefenkeln und der Stieftochter kaum etwas mitbekam. Nur einmal war die komplette Runde zusammen. Sie verschwanden nach dem Frühstück und kamen gegen 20 Uhr zurück. Einmal waren wir zusammen im Nachbarort Uehlfeld essen und schauten die Storchennester an, aber die anderen Abende verbrachten wir in meiner doch sehr engen Wohnung. Mein Vermieter gab mir nämlich zu verstehen, dass bei ihnen die Kinder ab 19 Uhr im Bett sind und für sie dann Feierabend ist. Nix mit Toben im Garten oder Fußball.

Den Jungen hat es gefallen. Die Enkel waren bisher „nur“ am Meer in Urlaub, waren also tatsächlich tief beeindruckt von den Tropfsteinhöhlen, den Burgen und den steilen Sträßchen in der Fränkischen Schweiz. Es war ein interessanter, „anderer“ Urlaub, aber kein Zusammensein mit der (Stief-)Oma, auch wenn gerade M. sehr an mir hing und sehr gern und sehr oft bei uns war.
Die lange Zeit des Nicht-Sehens war für unsere Beziehung absolut nicht förderlich. Wir haben unser Singledasein eingerichtet und haben uns nicht viel zu sagen – nicht weniger als früher, aber auch nicht mehr 🙂

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Oma proudly presents

Nach den vielen grauen, düsteren Regentagen mit Hochwasser kam die Sonne. Echter Sonnenschein und ganz viel Sonne im Herzen. Mein Sohn kam mit der Enkelin, und ich durfte die Beiden zwei Tage lang genießen.

Ein echtes Sonnenscheinchen, nicht wahr?

Sie ist so fröhlich, freundlich, aufgeschlossen und unkompliziert. Ich hatte mir einige Gedanken gemacht, was wir unternehmen könnten, aber außer einer Stunde auf dem Spielplatz, waren wir nur zu Hause. Sie war völlig zufrieden mit Blümchen („Bulje“ – hat ihr Papa in dem Alter auch gesagt 🙂 ) gucken, Windrädchen pusten, mit dem Ball über das Gras laufen und zwischendurch immer wieder „Hühner!!!“ beobachten.

Der befürchtete Wolkenbruch meinerseits konnte abgewendet werden, weil meine Tochter mit den Kindern da war, als sie sich ins Auto setzten und wegfuhren. Und danach hatte ich mit den Aufräumarbeiten zu tun 😀

Nochmal ein dreiviertel Jahr werde ich nicht vergehen lassen, um sie wieder zu sehen, das steht fest. Nachdem wir bald alle vollständig geimpft sind, stehen die Chancen ganz gut.

Ich hab mal ein Bild geknipst vom Grundstück und meinem Reich:

Der Dauerregen hat hier aufgehört, die Lage hat sich entspannt. Aber auch gestern liefen noch die Pumpen und beförderten das Wasser aus den Kellern auf die Straße und Gullys. Am Wochenende sollte der Familienpark beginnen, der aber leider buchstäblich ins Wasser fällt. Ein Fahrgeschäft hatte schon mit dem Aufbau begonnen….

Im Vergleich zu den Bildern, die man heute in den Nachrichten sieht, sieht dies allerdings eher romantisch aus. In der Eifel sind Häuser eingestürzt, Menschen kamen ums Leben, und dort ist noch lange keine Ende der Katastrophe in Sicht.

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Regen, Regen, Tröpfchen …

… fall mir auf mein Köpfchen,
fall mir nicht daneben,
dass ich lang soll leben.

Dieses Kinderlied fiel mir ein, als ich heute aufstand, die Vorhänge zurückschob – und schon wieder Regen sah. Es reicht doch!

Ich habe schon ein paar Mal Fotos vom überschwemmten Aischgrund gezeigt und bin bis heute beeindruckt von den weiten Überflutungswiesen, vor allem, wenn man die Aisch im Normalzustand sieht. Die Wiesen sind schon seit ein paar Tagen überschwemmt, aber in der Nacht von Freitag auf Samstag ging die Sirene bestimmt vier oder fünf Mal. Im Fernsehen sah man in den Nachrichten Bilder von Uehlfeld, Höchstadt und Neustadt, die unter Hochwasser standen – vermutlich immer noch stehen, denn … siehe oben.

Der Markt Uehlfeld ist komplett abgeriegelt, außer für die Rettungsfahrzeuge und Traktoren natürlich.

Als ich gestern nach Höchstadt zum Einkaufen fuhr, dachte ich nicht mehr daran, dass auch dort auch alles überschwemmt sein könnte; schließlich schien die Sonne. Da ich ja meistens mit dem Fahrrad unterwegs bin, kenne ich inzwischen zum Glück sämtliche Feld- und Wirtschaftswege, um in die Stadt zu kommen, so dass ich in den nicht gesperrten Bereich kam. Dort gibt es zwei Lebensmittelläden, die natürlich übervoll waren. Okay, nicht tragisch für mich, ich hab alles bekommen, und ich konnte dann wieder im Trockenen sitzen, während andere immer noch mit dem Auspumpen der Keller und dem Aufbauen der Sandsacksperren alle Hände voll zu tun hatten.

Mein Vermieter kam gegen 18 Uhr völlig erschöpft nachhause, er ist bei der Feuerwehr und war die ganze Nacht und bis eben im Einsatz. Vermutlich ist er das schon wieder, während ich gemütlich Kaffee schlürfend hier tippsel und meine Fotos anschaue, die ich gestern noch geknipst habe.

Für die Störche ist nun wieder Schlaraffenland angesagt. Es sei ihnen gegönnt.

Überhaupt nicht gönne ich hingegen den Nackschnecken diese paradiesischen Zustände. Diese ekligen Biester kriechen jetzt tonnenweise rum, kommen sogar in mein Zimmer und machen sich ungeniert in den Blumentöpfen breit.

Die Stare wissen scheinbar nicht so recht, wohin sie nun fliegen sollen. Die Kirschernte ist erledigt, das Wetter ist bäh, also was tun? Ich wüsste gern, was sie beschlossen haben 😉

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Erwischt

Manchmal erwischt man einen kompletten Glückstag. Wie gestern.

Der Vater meiner Kinder wollte seit über einer Woche kommen, um sein jüngstes Enkelchen zu „begutachten“. Wir mussten das immer wieder verschieben, aber nun hatten wir diesen Besuch für Sonntag vereinbart.
Ein Glück, wir hatten den Sonnentag der Woche erwischt.
Ich holte ihn vom Bahnhof ab, und dann gingen wir Essen. Im Oktober war ich zuletzt in einem Lokal, und es war die Wucht. Etwa einmal im Monat hatten wir während des Lockdown Essen geholt, aber dort zu sitzen, im gemütlichen Biergarten, mit anderen Menschen, bedient zu werden, ein kühles Getränk und einen warmen Sauerbraten mit Klößen zu genießen, war wirklich ein ganz besonderes Erlebnis.

Bevor ich losfuhr, um ihn abzuholen und die Terrassentür schloss, nahm ich bei den Blumentöpfen etwas wahr. Ich hatte mich in den letzten Tagen gewundert, weshalb bei der Vogeltränke nun immer wieder die Steine nass sind, hatte sogar kontrolliert, ob die Tränke vielleicht kaputt ist, aber das Phänomen blieb mir bis zu diesem Augenblick ein Rätsel 😀

Und schließlich erwischte ich kurz vor dem abendlichen Gewitter den Moment, als diese Wolke von der untergehenden Sonne angestrahlt wurde.

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