Enkelgeburtstage

Sie wachsen und gedeihen, unsere (noch) neun Kinder der jüngsten Generation. Meine beiden Enkel sind Herbstkinder, die Kleine hatte Ende August Gburtstag, der Große diese Woche.

Der 1. Geburtstag ist natürlich ein ganz, ganz besonderer, und normalerweise treffen sich alle Großeltern und die Onkel/Tanten, um das Nesthäkchen hochleben zu lassen. Leider sind mein Sohn und meine Schwiegertochter ganz ohne Verwandtschaft in Bonn. Die nächsten Verwandten sind in Ober-, Unter-, Mittelfranken, in der Oberpfalz und in der Schweiz. Die Geburtstagsfeier sollte in Unterfranken stattfinden, und aus Termingründen drei Wochen später. Abgesehen von Corona, den vielen verschiedenen Haushalten und leider auch etlichen Risikopersonen, kam der Hilferuf aus Bonn dazwischen, wo ich dann die Kleine sowieso sah. Die väterliche Seite kam also nicht zur offiziellen Feier, aber dafür war die väterliche Seite zur Stelle, als es im Alltag hakte, tröstete ich mich. Nächstes Jahr ist hoffentlich wieder alles „normal“, so dass in der Familienchronik die komplette Familie auf dem Foto sein wird.

Dieses Foto hat mein Sohn in seinem eigenen Blog veröffentlicht, so dass ich das auch hier zeigen darf. Da hat dieser kleine Goldschatz mal ihr Krönchen abgenommen und ganz unmajestätisch mit ihrem Papa geschäkert.

Der Geburtstag des Enkels verlief wie es sich für einen „Großen“ gehört: Am Geburtstag selbst kommen Oma und Opas (leider ist die andere Oma schon verstorben) und der Kindergeburtstag wird separat gefeiert.

Sein Geburtstagskuchen
Da die derzeitige Maskenpflicht ab sechs Jahren gilt, hat er nun auch welche bekommen. Er trägt sie zum Glück ohne Probleme, im Gegenteil er ist sehr stolz, endlich „groß“ zu sein.
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Stationär versus online kaufen

Der Enkel wünscht sich zum Geburtstag einen Bausatz eines bekannten Spielwarenherstellers. Meine Tochter schickte mir den Link wie das Teil aussieht und vermerkte, dass ich es hier im Dorf im Spielzeugladen erhalte. Prima, besser geht’s nicht, dachte ich mir und wackelte hin.

„Hätten’S a Nummer, dass i im Computer schau’n ko, ob mer’s da ham“ wurde ich gefragt. – Ja, hatte ich.

„Hamma etz net da, aber ich bestell’s und no können’s übermorgen wiederkommen und hol’n.“

Na gut. Bestellen hätte ich dieses Teil auch gekonnt, aber ich bin ja froh, dass es überhaupt noch einen Laden im Dorf gibt. Außer Spielwaren gehören Schreibwaren und alles erdenkliche Bastelzeug zum Sortiment.

Heute ist „übermorgen“, und tatsächlich war der Bausatz da. 36,99 €. Zuhause schaute ich nochmal den Link an und sah, dass er im Internet für 29,99 € verkauft wird.

Ärgere ich mich jetzt? Gestern fragte eine Blog-Bekannte, ob wir online oder stationär kaufen und ich war zu faul zum Antworten.
Eigentlich kaufe ich lieber stationär. Mir ist lieber, wenn ich die Sachen anfassen oder wenigstens durch eine Verpackung ansehen kann, Klamotten und Schuhe möchte ich an mir und nicht an einem dünnen Model sehen.

Aber bei Spielzeug wie diesem Bausatz? Oder Büchern? Oder sonstigen Dingen, die vom Laden genauso bestellt werden wie von mir, die stationär teurer sind und ich zweimal hinlatschen muss bis ich sie in den Händen habe?

Ich bin kein Pfennigfuchser und kaufe nicht grundsätzlich das billigste. Wenn mir der höhere Preis sinnvoll erscheint, bei regionalen Produkten, wenn ich beraten werden möchte, bei Bio- oder heimischen Lebensmitteln o.ä. gebe ich gern etwas mehr aus. Die Bequemlichkeit des online-Shoppings weiß ich aber auch durchaus zu schätzen.

Sowohl als auch, kann ich also nur sagen. (Wie unoriginell)

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Markttag

Der Sonntag war zu schön, um ihn einfach nur auf der Terrasse zu vergammeln. Ich wollte raus. Und ich erinnerte mich an meine ehemaligen Kollegen, Nachbarn und Bekannten, die den Sonntag gern in der „Fränkischen“ verbrachten. Warum ich nicht auch mal? Ebermannstadt wollte ich mir sowieso mal genauer ansehen, denn Sohnemann wird dort ein paar Tage mit seiner Tochter verbringen.

Natürlich war mir klar, dass viel los sein wird bei diesem vorherbstlichen sonnigen Wetter, aber dass ich den verkaufsoffenen Sonntag und Markttag erwischt hatte, war ein riesen Glück. Es war so wundervoll, so bezaubernd, so gemütlich, einfach meine Welt.

Für den Markt musste ein spezielles coronakompatibles Konzept her, welches ich als sehr angemessen empfand. Er fand als separate Veranstaltung in einer Seitenstraße des Marktplatzes statt, die Stände waren großzügig aufgereiht, am Eingang wurde man auf die Maskenpflicht aufmerksam gemacht, Besucher wurden gezählt und man sollte im Einbahnsystem durchgehen. Das Angebot war typisch und ein bisschen provinziell (wann habe ich Kittelschürzen zuletzt gesehen?), aber ich freute mich so sehr, dieses Ereignis überhaupt zu erleben. Ja, ich hab auch Krimskrams gekauft 🙂

Der Marktplatz selbst war gut bevölkert, die Lokale und Eisdielen gut besetzt. Ich stellte mich auch an. Nein, nicht rechts bei der Schnapsbrennerei 😉

Schön war’s in Ebermannstadt, ich komme wieder!

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Mein Poesiealbum …

… ist wieder aufgetaucht. Vermisst habe ich es nicht wirklich und ich erinnerte mich eher an die Farbe des Umschlags als an Inhalte, aber als mir meine Tochter gestern die folgenden Fotos schickte, war mir schon ein bisschen wehmütig. Vor 14 Jahren, als ich meinen Hausstand auflöste und zu dem Gatten in den Norden zog, gab ich meiner Tochter ein paar persönliche Schätzchen in Verwahrung, mit denen ich unser gemeinsames Leben nicht belasten wollte. (Damals dachte ich noch, WIR beginnen neu.)

Ich war damals 9,5 Jahre alt, meine Schwester 8 und mein Bruder 10,5.
Wenn ich unsere Werke so betrachte, verstehe ich auch die Einschätzung meiner Mutter: „Hans und Maria sind ja gescheit. Aber Hermine?“ Darauf unser Pfarrer: „Hermine ist fleißig. Dumm ist sie auch nicht, und wenn sie nur vier Klassen auf dem Gymnasium schafft, kann sie in einem Büro arbeiten statt in der Fabrik.“

Der Grund zu diesem „Fachgespräch“ war, dass mein kluger Bruder, der nur eine Niere hat, doch unbedingt aufs Gymnasium sollte, meine Eltern aber nicht ein Kind bevorzugen wollten.

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Sonnig bis bedeckt mit vereinzelten Schauern

Mit dieser meteorologischen Überschrift will ich ein bisschen ablenken und dich nicht gleich verprellen mit meiner Befindlichkeit „heiter bis traurig mit vereinzelten Heulattacken“.

Genauso kann ich meine Enkelin beschreiben, bei der ich vergangene Woche ja war. Ach Gottchen, ist das ein süßes, sonniges Kind! Überraschende Erkenntnis einer Oma, ne? Diese Grundeigenschaft ändert auch die Tatsache nicht, dass zurzeit viel von ihr verlangt wird und die familiäre Situation turbulent ist. Die Mama fasst beruflich gerade wieder Fuß, hat sich eine neue Stelle gesucht, bei der sie nicht mehr den langen Weg zur Arbeit hat und Teilzeit arbeiten kann, die Firma des Papas läuft zum Glück sehr gut, und die Eltern haben eine Tagesmutter gefunden, die von der Kleinen akzeptiert wird 😉 Trotzdem, der Stress ist groß, und gleich zu Beginn hakte es mit der Betreuung. So kam ich also in den Genuss, sie von Dienstag bis Donnerstag zeitweise zu bespaßen und zu versorgen. Dass es ein bisschen dauerte, bis bei ihr ein Fitzelchen Freude zu spüren und zu sehen war, ist natürlich. Und dann fuhr ich auch schon wieder nachhause…. spontaner Wolkenbruch inklusive. Ich hasse das! Es macht klick, und statt tschüs zu sagen, bricht eine Sturzflut nieder.

Die Zugfahrt war diesmal entspannt. Bei meiner letzten Fahrt war ich ja entsetzt über die vielen Maskenverweigerer, die nahezu voll besetzten Züge und die Enge auf den Bahnsteigen. Vorsichtshalber nahm ich FFP2-Masken mit, die ich benutzen wollte, sollte es wieder so zugehen. Da wollte ich dann lieber mich schützen. Konnte mir die Verwendung dieser teuren Einwegmasken zum Glück sparen, weil die Deklarierung „geringe bis mittlere Auslastung“ tatsächlich zutraf und ich auch keine nackten Gesichter sah. Überall wird von Mund-Nasen-Bedeckung gesprochen, bei der Bahn heißt es Mund-Nase-Bedeckung, und das ist doch die korrekte Beschreibung, oder?

Seit ich wieder hier bin, gehen mir die Geburtstage, die nun gehäuft anfallen, nicht aus dem Sinn. Nichten, Neffen und deren Kinder – davon bleibe ich ziemlich unbeteiligt. Der Enkel – da werden wir uns im kleineren Familienkreis treffen, und der für ihn wichtigere Termin „Kindergeburtstag“ wird mich nicht tangieren.

Meine Sorge gilt aber meinem großen Bruder, auf dessen 80. Geburtstag wir uns seit Langem freuen. Freuten. Dass er ihn erleben könnte, war in den letzten eineinhalb Jahren immer wieder eher unwahrscheinlich. Zuerst sein schwerer Schlaganfall, dann seine Krebsoperation, und als er über den Berg schien, wieder ein Schlaganfall. Jetzt ist er relativ stabil, ist halbseitig gelähmt, aber zum Glück geistig nicht beeinträchtigt. Er ist überhaupt der mit Abstand intelligenteste von uns Vieren, ich bewundere seinen Esprit und sein blitzgescheites Verstehen, wenn ich noch lange dämlich gucke….

Naja, jedenfalls wollten wir den Großen der Großfamilie hochleben lassen, was uns nun aber nicht möglich sein wird. Auch ohne Corona wollte er bestimmt nicht im Rollstuhl durch einen Saal mit mehr als 50 Leuten geschoben und beim Essen beobachtet werden, wie ihm geholfen werden muss. Nicht mal Händeschütteln wäre möglich.

Schade, sehr, sehr schade. Ich möchte mich auch gar nicht mit Krankheit und Endlichkeit auseinandersetzen. Noch nicht. Ich möchte uns noch eine Zeitlang so komplett haben.

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Ein echt blöder Fehler …

… ist mir gestern passiert, grrrr, ich ärgere mich.

Mein Sohn setzte gestern einen Hilferuf ab: Am 1. September fängt meine Schwiegertochter nach der Babypause wieder an zu arbeiten, und schon hakt es mit der Tagesmutter. Dienstag und Mittwoch bekäme er gebacken, könne Termine verschieben und einiges im Homeoffice erledigen, aber Donnerstag wären ein paar Stunden, die er nicht mit Baby verbringen könne. Ob die fränkische Oma eventuell kommen könne?

Das kann sie, ist doch logisch.
„Keine Sorge, ich guck gleich nach Zügen und melde mich dann auch gleich wieder bei dir“, beruhigte ich ihn. (Die Alternative Auto mochte erst gar nicht mehr in Betracht ziehen, siehe Fahrt nach Niedersachsen.)

Innerhalb weniger Minuten wurde ich fündig, buchte für Dienstag den IC für läppische 26 € und legte auch die Rückfahrt gleich fest. Super! Für die mir passendste Zeit gab es einen ebenso günstigen IC, also schlug ich zu. Als ich das Ticket ausdruckte, sah ich die Bescherung:

Na toll! Ich Depp habe das Datum nicht geändert! Natürlich hatte ich den Super-Sparpreis gebucht, das heißt, ich kann die Buchung nicht stornieren. Also neues Ticket für den 3. gekauft.

„Alles klar“, konnte ich meinen Sohn informieren, „ich bin am Ersten um 14 Uhr da, dann kann sich die Kleine schon mal an mich gewöhnen und fahre am Dritten um 16 Uhr wieder nachhause. Wenn sich euer Problem in der Zwischenzeit auflöst, kann ich alternativ auch schon am Ersten um 16 Uhr zurückfahren, weil ….. „

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Urlaubszeit – unterwegs und zuhause

Die lange Zeit der Hitze hat mich müde und schlapp werden lassen. Ich war froh, so eine schöne große Terrasse mit dem riesigen Schirm zu haben, und noch mehr freute ich mich über die Heizung, die im Sommer kühlt. Wunder, wunderbar!

Der Kindergarten hatte Sommerferien und meine Tochter Urlaub. Seit sie in ihrem Haus leben, stellt sich die Frage nach Unternehmungen und Zeitvertreib nicht mehr in dem Maße wie zuvor. Der Enkel hat jetzt viel, viel Platz, ist überhaupt mit seinen knapp sechs Jahren sehr selbständig und imitiert nach wie vor die Arbeiten, die sein Papa ihm vorlebt. Einmal waren wir zusammen auf der Sommerrodelbahn, einmal in einem Wildpark in der Nähe.

Ich war auch wieder mal unterwegs, diesmal mit dem Auto. Nach den negativen Erfahrungen bei meiner letzten Bahnfahrt ging ich lieber auf Nummer Sicher, ließ meinen Twingo checken, ihm doch noch die Sommerschuhe anziehen und machte mich auf den Weg nach Norden. Gefühlt rang ich am Samstag, den 8. August, mit 50 Millionen anderer Urlauber oder Urlaubsheimkehrer um jeden Meter auf der Autobahn, und nach über acht Stunden kam ich tatsächlich an. Ich dachte, ich überleb’s nicht, aber zum Glück dachte ich falsch 🙂

Die Hitze in der Mansardenwohnung war ähnlich schrecklich wie die im Twingo auf der Autobahn, so dass ich mich sehr darauf freute, mit dem Gatten und der ältesten Enkelin an die Nordsee zu fahren. Leider ging das nicht wie bisher, nämlich einfach loszufahren und sich auf einen Platz auf dem Stellplatz zu stellen. Wir mussten für 5 Nächte buchen. Wegen Corona – angeblich. Ich vermute eher, um einfach weniger Trubel und „Keilerei“ um die Plätze zu haben. Es war wieder wunderbar in Dorum an der Wurster Nordseeküste! Ich komme hin und bin zuhause.

Die Stiefenkelin, inzwischen schon 9 Jahre alt, war glücklich, dass sie mich wieder mal für ein paar Tage hatte und weihte mich in ihre Schminkroutine ein, zeigte mir hunderte von Videos ihres Idols Billie Eilish (kannte ich überhaupt nicht) und wollte gern ihre Klamottenfragen mit mir besprechen. Leider alles Themen, die so gar nicht meine sind, dennoch war’s super. Aber wir hatten dennoch viel Spaß, so zum Beispiel beim Boccia, als sie sich in ihrem pinken Campingstuhl räkelte, das Handy griffbereit und so nebenbei die Kugeln warf. Trotzdem gewann sie gegen mich immer „hochhaus“.

Die Corona-Beschränkungen beeinträchtigten uns nur in einem Punkt. Ins Wellenbad durften nur 220 Personen, die Badezeit war auf drei Blöcke à zwei Stunden beschränkt und das Wellenbad war ohne Wellenbetrieb. Auch wenn wir uns eine geschlagene Stunde in der Hitze anstellen mussten, war es im Bad dann sehr entspannt. Eigentlich viel schöner als sonst, als man es zu jeder Zeit und unbegrenzt nutzen konnte.

Nachdem wir die Enkelin wieder gesund, munter und glücklich ihren Eltern übergeben hatten, gönnten wir uns ein paar Tage Ruhe, bevor wir an die Elbe fuhren. Nach einer Woche Krabbenkutter war es schön, auch wieder mal richtig dicke Pötte zu sehen.

Aber auch die Stimmung war, wie schon so oft erlebt, einfach zum Wohlfühlen.

Bei diesem anhaltenden Regen suchten wir uns dann aber doch lieber ein anderes Plätzchen

Nur knapp 60 km weiter fanden wir in Neuhaus an der Oste einen idyllischen Platz. Hier verbrachten wir nochmal eine Nacht, bevor wir wieder nachhause tuckerten.

Wir trafen am Samstagmittag ein. Zwei Wochen war ich nun im Norden und ich wusste, dass es Zeit wird, wieder nach Franken zu fahren. „Mit der Wäsche und dem Wohnmobil putzen werde ich heute locker fertig“, überlegte ich, „dann könnte ich mich doch morgen, Sonntag, auf die Autobahn wagen.“
„Dann hau doch gleich heute ab“, entgegnete der Gatte. Auf die Idee, am Nachmittag oder Abend wegzufahren, war ich gar nicht gekommen. Also beeilte ich mich mit dem Schrubben und schwang mich in meinen Twingo. Erfreulicherweise war die Rückfahrt sehr, sehr viel besser als die Hinfahrt. Es war vergleichsweise wenig Verkehr und die Temperaturen waren angenehm. Müde, aber nicht erschöpft, war ich weit vor Mitternacht wieder zurück.

Und jetzt herbstelt es hier….. unglaublich, ich hab Socken an…..

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Ungebetener Besucher

Als ich mich heute Nacht schlaftrunken und halb blind auf den Weg Richtung Klo machte, sah ich diesen ungebetenen Besucher.

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Oder sollte ich korrekt „diese ungebetene Besucherin“ sagen? Egal, diese Nacktschnecke ist eklig! Die will ich nicht Richtung Bett kriechen sehen! Wenn man barrierefrei und Parterre wohnt, kommen ständig alle möglichen Käfer, Spinnen, Motten und andre Insekten rein, aber diese Schnecke, nein danke!

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Bahn, Bonn, Baby, Belehrung …

Mein Highlight der letzten Woche war meine Fahrt nach Bonn. Um eine win-win-Situation zu kreieren, fragte mein Sohn, ob ich nicht mal kommen möchte, damit er und seine Frau mal wieder ein paar Stunden für sich haben könnten. Seit Rosenmontag, als ich letztes Mal dort war, hatten sie keine Paar-Zeit mehr.

Na klar, ich buchte also und setzte mich nach langer Zeit wieder mal in die Bahn. Zuletzt war ich am 18. März unterwegs, damals fuhren S-Bahn, Regionalbahn und ICE praktisch nur für mich, denn obwohl der Lockdown noch nicht angeordnet war, hatten die Menschen Angst vor Corona und mieden die Öffentlichkeit. Inzwischen ist die Pandemie in Deutschland soweit unter Kontrolle, dass ich ohne Bedenken gefahren bin. Vor dem Tragen der Maske hatte ich schon Bammel, stellte mir das sehr lästig und anstrengend vor, aber es war wirklich nicht so schlimm. Nur wenn ich umsteigen und  treppab, treppauf sprinten musste, japste ich. Viel schlimmer geht es den Zugbegleitern, die sie ja auch tragen müssen und dabei auch noch arbeiten müssen. Natürlich habe ich Züge ausgesucht, die nicht nur preiswert, sondern auch mit „geringe bis mittlere Auslastung“ deklariert waren. Dem war leider nicht so, Straßenbahn, Regionalzug, IC und ICE waren so dicht besetzt, da konnte nirgends der Mindestabstand eingehalten werden, und vor allem gab es überall Menschen, die ihre Mund-Nase-Bedeckung nicht trugen. Richtig provozierend „schaut an, ich lasse mir doch keinen Maulkorb verpassen“ schlenderten sie über die vollen Bahnsteige und durch die Züge, ignorierten natürlich die Durchsagen und Aufforderungen der Zugbegleiter und verursachten ein ungutes Gefühl bei mir.

Alle Züge waren pünktlich, und wenn nicht dieses Virus unterwegs wäre, wäre die Bahnfahrt sehr entspannt gewesen. Wie überfüllt und unpünktlich waren sie noch vor einem Jahr!

Jetzt aber zur Hauptperson. Was für ein goldiges, aufgewecktes, fröhliches Kind! Ausgesprochen hübsch natürlich sowieso.

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Sie hat sich ziemlich schnell mit meiner Anwesenheit angefreundet und mich als erprobte Oma total selbstbewusst dem Paar-Abend ihrer Eltern entgegensehen lassen. Da hat sie mir allerdings gezeigt wie der Hase läuft. Aber immerhin brauchte ich die Eltern nicht zurückzupfeifen, so schlimm hat sie auch wieder nicht gelitten 😉

Den neuen Mitbewohner möchte ich auch gern noch zeigen, fügt sich gut in die junge Familie ein:

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Mit der Kleinen waren wir essen, hat wunderbar geklappt, und natürlich viel spazieren, besonders schön war es auf dem Venusberg, wo sie im Sand buddeln und schaukeln durfte. Wir Großen genossen die schönen Spazierwege und das Wildgehege und ließen uns belehren:

 

Am Tag meiner Rückfahrt nutzte ich das schöne Wetter nochmal, ging in der Altstadt spazieren und kaufte bei Haribo und Lindt ein.

Die Stadt war voller Menschen, und auf der Treppe des Alten Rathauses ließ sich ein Brautpaar fotografieren. Hach, wie vor sechs Jahren, als mein Sohn und meine Schwiegertochter da oben standen.

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Wieder zuhause fiel mir die Beschattung des Lokals auf. Bei mir sieht sie jetzt auch so aus, denn mein Schwiegersohn brachte mir diesen Schirm: So lässt es sich gut aushalten…

 

Ich kann bald reiche Ernte einfahren! Eine Tomate ist schon reif, und meine Zucchini trägt zwei Früchte.

 

Eigentlich kein Koch-Wetter, aber ich hatte große Lust auf den Afrika-Topf, den ich in einem tollen Blog entdeckt habe. Danke Sybille, schmeckt prima!

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Missverständnis

Zum Glück ist das nicht mir passiert, denn sonst wäre mir das schrecklich peinlich, egal von welcher Seite betrachtet.

Aber von vorn: In einem Forum erzählte jemand, dass der Kontakt zu den Nachbarn nicht so super sei. „Vielleicht bin ich auch selber schuld,“ reflektierte diese Person, „als ich vor Jahren mal in der Kirschernte abends klatschte und sie mitten in ihrem Liebesspiel störte. Aber ich klatschte wegen der Stare im Kirschbaum.“

Ich musste lauthals lachen und grinse immer noch. Hab Kopfkino 😀

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