Oma proudly presents

Nach den vielen grauen, düsteren Regentagen mit Hochwasser kam die Sonne. Echter Sonnenschein und ganz viel Sonne im Herzen. Mein Sohn kam mit der Enkelin, und ich durfte die Beiden zwei Tage lang genießen.

Ein echtes Sonnenscheinchen, nicht wahr?

Sie ist so fröhlich, freundlich, aufgeschlossen und unkompliziert. Ich hatte mir einige Gedanken gemacht, was wir unternehmen könnten, aber außer einer Stunde auf dem Spielplatz, waren wir nur zu Hause. Sie war völlig zufrieden mit Blümchen („Bulje“ – hat ihr Papa in dem Alter auch gesagt 🙂 ) gucken, Windrädchen pusten, mit dem Ball über das Gras laufen und zwischendurch immer wieder „Hühner!!!“ beobachten.

Der befürchtete Wolkenbruch meinerseits konnte abgewendet werden, weil meine Tochter mit den Kindern da war, als sie sich ins Auto setzten und wegfuhren. Und danach hatte ich mit den Aufräumarbeiten zu tun 😀

Nochmal ein dreiviertel Jahr werde ich nicht vergehen lassen, um sie wieder zu sehen, das steht fest. Nachdem wir bald alle vollständig geimpft sind, stehen die Chancen ganz gut.

Ich hab mal ein Bild geknipst vom Grundstück und meinem Reich:

Der Dauerregen hat hier aufgehört, die Lage hat sich entspannt. Aber auch gestern liefen noch die Pumpen und beförderten das Wasser aus den Kellern auf die Straße und Gullys. Am Wochenende sollte der Familienpark beginnen, der aber leider buchstäblich ins Wasser fällt. Ein Fahrgeschäft hatte schon mit dem Aufbau begonnen….

Im Vergleich zu den Bildern, die man heute in den Nachrichten sieht, sieht dies allerdings eher romantisch aus. In der Eifel sind Häuser eingestürzt, Menschen kamen ums Leben, und dort ist noch lange keine Ende der Katastrophe in Sicht.

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Regen, Regen, Tröpfchen …

… fall mir auf mein Köpfchen,
fall mir nicht daneben,
dass ich lang soll leben.

Dieses Kinderlied fiel mir ein, als ich heute aufstand, die Vorhänge zurückschob – und schon wieder Regen sah. Es reicht doch!

Ich habe schon ein paar Mal Fotos vom überschwemmten Aischgrund gezeigt und bin bis heute beeindruckt von den weiten Überflutungswiesen, vor allem, wenn man die Aisch im Normalzustand sieht. Die Wiesen sind schon seit ein paar Tagen überschwemmt, aber in der Nacht von Freitag auf Samstag ging die Sirene bestimmt vier oder fünf Mal. Im Fernsehen sah man in den Nachrichten Bilder von Uehlfeld, Höchstadt und Neustadt, die unter Hochwasser standen – vermutlich immer noch stehen, denn … siehe oben.

Der Markt Uehlfeld ist komplett abgeriegelt, außer für die Rettungsfahrzeuge und Traktoren natürlich.

Als ich gestern nach Höchstadt zum Einkaufen fuhr, dachte ich nicht mehr daran, dass auch dort auch alles überschwemmt sein könnte; schließlich schien die Sonne. Da ich ja meistens mit dem Fahrrad unterwegs bin, kenne ich inzwischen zum Glück sämtliche Feld- und Wirtschaftswege, um in die Stadt zu kommen, so dass ich in den nicht gesperrten Bereich kam. Dort gibt es zwei Lebensmittelläden, die natürlich übervoll waren. Okay, nicht tragisch für mich, ich hab alles bekommen, und ich konnte dann wieder im Trockenen sitzen, während andere immer noch mit dem Auspumpen der Keller und dem Aufbauen der Sandsacksperren alle Hände voll zu tun hatten.

Mein Vermieter kam gegen 18 Uhr völlig erschöpft nachhause, er ist bei der Feuerwehr und war die ganze Nacht und bis eben im Einsatz. Vermutlich ist er das schon wieder, während ich gemütlich Kaffee schlürfend hier tippsel und meine Fotos anschaue, die ich gestern noch geknipst habe.

Für die Störche ist nun wieder Schlaraffenland angesagt. Es sei ihnen gegönnt.

Überhaupt nicht gönne ich hingegen den Nackschnecken diese paradiesischen Zustände. Diese ekligen Biester kriechen jetzt tonnenweise rum, kommen sogar in mein Zimmer und machen sich ungeniert in den Blumentöpfen breit.

Die Stare wissen scheinbar nicht so recht, wohin sie nun fliegen sollen. Die Kirschernte ist erledigt, das Wetter ist bäh, also was tun? Ich wüsste gern, was sie beschlossen haben 😉

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Erwischt

Manchmal erwischt man einen kompletten Glückstag. Wie gestern.

Der Vater meiner Kinder wollte seit über einer Woche kommen, um sein jüngstes Enkelchen zu „begutachten“. Wir mussten das immer wieder verschieben, aber nun hatten wir diesen Besuch für Sonntag vereinbart.
Ein Glück, wir hatten den Sonnentag der Woche erwischt.
Ich holte ihn vom Bahnhof ab, und dann gingen wir Essen. Im Oktober war ich zuletzt in einem Lokal, und es war die Wucht. Etwa einmal im Monat hatten wir während des Lockdown Essen geholt, aber dort zu sitzen, im gemütlichen Biergarten, mit anderen Menschen, bedient zu werden, ein kühles Getränk und einen warmen Sauerbraten mit Klößen zu genießen, war wirklich ein ganz besonderes Erlebnis.

Bevor ich losfuhr, um ihn abzuholen und die Terrassentür schloss, nahm ich bei den Blumentöpfen etwas wahr. Ich hatte mich in den letzten Tagen gewundert, weshalb bei der Vogeltränke nun immer wieder die Steine nass sind, hatte sogar kontrolliert, ob die Tränke vielleicht kaputt ist, aber das Phänomen blieb mir bis zu diesem Augenblick ein Rätsel 😀

Und schließlich erwischte ich kurz vor dem abendlichen Gewitter den Moment, als diese Wolke von der untergehenden Sonne angestrahlt wurde.

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Abstand bitte!

Fast jedes Mal, wenn ich an der Kasse stehe, kommt so ein Depp und rückt mir auf die Pelle. Da das schon so lange Zeit so geht, bin ich nicht mehr so höflich und bitte „Halten Sie bitte den entsprechenden Abstand ein“, sondern motze „Abstand bitte!“

„Man kann’s auch übertreiben“, „Ich bin geimpft“, „Das sind mindestens 2m Abstand“ oder ein unwirsches Brummen – alles schon erlebt. Aber heute erlebte ich was Neues.

„Ja sind Sie denn noch nicht geimpft?“ wurde ich ganz perplex gefragt.

Doch. Einmal. Aber ich bin Oberpfälzer, die möchten nie, dass man ihnen zu nahe kommt. 3m Mindestabstand kämen mir sehr gelegen, unabhängig von Corona.

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Breites Sortiment vs. Eintönigkeit

„Schau dir das mal an“, forderte mich meine Schwägerin heute auf.

Ja, süß, ein Häschen im Garten, das gezielt den Gemüsegarten ansteuert.

Ich hatte auch ein Häschen bei uns im Garten und konnte kontern:

Auch ein süßes Häschen, aber es findet keinen Gemüsegarten.
Abwechslungsreiche Tafel in der Oberpfalz vs. Monokultur in Franken. Schade für den Hasen.

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Luftballons und Wöchnerinnenkost

Ja!!! Sie ist da!!!

Sie ist gesund und kräftig und natürlich wunder, wunderschön, meine jüngste Enkelin.
Es ist nun schon das achte Enkelchen, das ich auf den Arm nehmen darf, und ich bin jedesmal total gerührt und unglaublich glücklich, wie perfekt und welch ein Wunder so ein frisch geschlüpftes Menschlein ist. Jetzt bin ich wohl noch ein bisschen mehr geflashed, weil ich die Schwangerschaft meiner Tochter ganz hautnah miterleben durfte.

Die Kleine ist inzwischen vier Tage alt und „unstressig“, wie die Mama sagt.

Als vom Schwiegersohn die Nachricht kam „Baby ist seit einer halben Stunde da. Beide gesund und wohlauf“ hätte ich losheulen können. Aber ich hatte ja einen Flummi bei mir, den nun „großen“ Bruder, der vorher vor Aufregung und jetzt vor Freude durch die Gegend sprang.

Zur Begrüßung besorgten wir Luftballons, und der Enkel setzte sich unter die Haustür. Das Drama wäre ja nicht auszumalen gewesen, wenn er die Ankunft verpasst hätte 🙂

Meine Tochter hat ambulant entbunden, und da alles ganz flott ging, waren sie nach ein paar Stunden wieder zu Hause. Ich war total erschöpft, der junge Papa auch („nichts gegessen, keine geraucht“), und trotzdem kam ich mir dann auch wie ein Flummi vor. Als ich wieder in meiner Wohnung war, tigerte ich durch die Gegend und wusste gar nichts mit mir anzufangen 😉

Doch! Ich hatte eine Idee:
Eine meiner Lieblingsbloggerinnen schrieb neulich, dass es bei ihnen Schneenockerln gab, was eigentlich ein Wöchnerinnengericht sei.
Was? Das war mir neu. Bei uns gab es früher zu besonderen Anlässen diesen Nachtisch, und wenn meine Tante, die neben uns ihren Bauernhof hatten, entbunden hatte, brachte ihr meine Mutter eine große Schüssel Schneenockerln – und wir bekamen kein einziges Löffelchen ab. Viermal musste ich das erleiden 😉

Meine Tochter wusste gar nichts von meinem „Trauma“, und sie zeigte sich auch gar nicht begeistert oder beeindruckt von dieser Wöchnerinnenkost. Okay, es gibt genug andere Sachen, die sie gerne isst 😀

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Digitaler Impfnachweis

Da dies gestern und heute in einem von mir sehr geschätzten Blog diskutiert wurde/wird, hier ein Foto, wie dieser Nachweis in der Corona Warn-App aussieht. Die zweite Impfung erfolgte heute, in 14 Tagen wird der QR-Code freigeschaltet, der dann von Veranstaltern ausgelesen werden kann. Funktioniert mittels eines Scanners wie beim Bahnschaffner oder bei den Paketzustellern z.B.

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Arbeitsscheue Störche

Auf dem Weg zum Einkaufen sah ich heute diese Schwanenfamilie. Vier Kinder!

Und auf der anderen Seite des Weges Dutzende Störche in den Aisch-Auen

So viele Störche, aber kein einziger hatte ein Bündel mit einem Baby im Schnabel und flog Richtung L. Faule Bande!

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Nachwuchs

„Wir haben Nachwuchs“, entdeckte ich soeben im WhatsApp-Status meines Vermieters, dazu dieses Foto:

Pah, die Küken sind ja wirklich süß, aber längst nicht so spannend wie der Nachwuchs, der bei uns in den nächsten Tagen (hoffentlich) eintrudeln wird.
Die Vorbereitungen sind jedenfalls abgeschlossen. Auch bei der Oma, die in letzter Zeit mit Stricken beschäftigt war:

Während ich mich um warme Füße und eine kuschelige Decke kümmerte, übt sich der Enkel in praktischen Dingen wie Ausfahren und Flasche geben.

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Normalität

Der Vergleich der beiden Karten zeigt, wie sehr die Inzidenzzahlen innerhalb der letzten drei Wochen zurückgegangen sind. Grund zur Freude also.

Mein Sohn mit Familie ist heute in den Urlaub aufgebrochen. Endlich mal andere Luft schnuppern, endlich mal raus aus dem Stress mit Homeoffice, keine Kinderbetreuung, Quarantäne, ständig veränderten Verhaltens- und sonstigen Beschränkungen. Ich als Rentnerin habe nur eine geringe Ahnung davon, wie anstrengend das letzte dreiviertel Jahr für sie war und wie gut ihnen diese kurze Auszeit tun wird.

Die Außengastronomie ist wieder geöffnet, auch die Sommerrodelbahn und die Minigolfanlage bei uns ist wieder in Betrieb (ist eh Saisonbetrieb, von daher sowieso normal, dass sie jetzt erst aufmachen). Natürlich wollte der Enkel unbedingt hin und „sommerrodeln“. Och ne! Die Mama passt beim besten Willen nicht mehr in den Schlitten, also opferte sich die Oma.

Eigentlich fand ich mich gar nicht so schlecht. Vor mir war lange kein Schlitten, und nach hinten hab ich nicht geguckt 😉 Komischerweise war der Enkel aber hinterher heiser – weil er immer „schneller! schneller“ brüllen musste, behauptete er 😀

So schön es war, wieder unter Menschen zu sein, so nervig war es aber auch, einen Parkplatz zu finden, endlich nach einer halben Stunde ein Schälchen Pommes für 3 € zu bekommen oder eine Runde auf der Rodelbahn fahren zu können. Keine Chance, auf den Minigolfplatz zu kommen. Verständlich aber allemal. Viele andere hatten halt dieselben Sehnsüchte wie der Enkel.

Ein paar Tage später freute ich mich auf eine gemütliche Radtour, wollte wieder mal ein längeres Stück auf dem Aisch-Radweg fahren, wo es ein paar Wochen zuvor so ausgesehen hat:

Natürlich hatten auch viele, viele andere diese Idee, zumal jetzt ja die Biergärten geöffnet haben – und ich am Weltfahrradtag unterwegs war. Ich glaube, ich habe nicht mal auf dem Donauradweg so viele Radler gesehen – von den jungen, sportlichen Bikern, über Familien mit Kindern und Kleinkindern in den Anhängern bis zu den Senioren, die wie ich Arthroseprophylaxe, Kreislaufstärkung, Genuss einer schönen Landschaft und kurze Begegnungen mit Gleichgesinnten miteinander verbinden. Hach, Radfahren ist einfach schön….

Noch ein Zeichen von Normalität: Ich hatte Besuch!
Meine Freundin, die in Thüringen lebt, war auf dem Weg zu ihrer Tochter und machte bei mir Station. Wir haben uns seit mehr als eineinhalb Jahren nicht mehr gesehen. Es war aufregend und anstrengend, echt wahr 🙂 Kein Vergleich zu einem Telefonat oder ein paar WhatsApp-Nachrichten. Schon allein die Frage, was ich einkaufen muss und was ich wie vorbereiten kann, damit genug Muße zum Klönen bleibt, hat mich wirklich beschäftigt. Man kommt so schnell aus der Übung….

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