Die Gazelle im Einsatz

Neugierig was das nun soll? Von welcher Gazelle soll berichtet werden? Bestimmt kommst Du nicht auf die Idee, dass ich die Gazelle bin 😀
Nachzulesen hier: Los Gazelle, spring!

Die Gazelle war in den letzten Jahren ziemlich bequem und außerdem Oma geworden. Sportliche Einsätze rückten daher sehr in den Hintergrund, und als sich bei meinen Tennisdamen so nach und nach Wehwehchen einstellten, stellten wir unsere Tennisrunden ein. Bestimmt drei Jahre haben wir pausiert, jetzt haben wir uns aufgerafft,  die Tennisutensilien aus der hintersten Ecke rausgekramt und zaghaft einen Wiedereinstieg versucht. Tja, was soll ich sagen…. Es macht uns wieder richtig Spaß. Viel gelacht wird auch. Gleich als ich zum ersten Treffen kam, bat ich Anke, doch mal bitte auf der Bank ein bisschen Platz zu machen.
„Als Oma darf ich mich doch wohl zum Schuhe wechseln setzen!“
„Wir sind inzwischen alle Oma!“ kam umgehend die lachende Reaktion.

Diskreterweise spielen wir aber nur zu Zeiten, in denen sonst niemand auf der Anlage ist. Wie attraktiv unser Spiel ist, kann man sich mühelos vorstellen.  Vier Omas, eine mit neuem Knie, eine mit Athrose, eine mit Übergewicht, aber immerhin eine, die joggen geht und in einer Tanzgruppe ist.

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Das große Schulkind und sein Sozialverhalten

Der älteste Enkel hat ja von Freitag auf Samstag bei uns übernachtet. Seit seiner Einschulungsfeier hatten wir ihn nicht mehr gesehen und waren schon neugierig auf eventuelle Schilderungen seines kurzen Lebens als Schulkind.

Wie befürchtet, hat er am Freitag gar nichts erzählt. „Gut“, „Ja“, „Nein“ waren so ziemlich alle Antworten auf unsere löchernden Fragen. Am Samstagmorgen war er ein wenig gesprächiger, hat erzählt, dass er zur Bushaltestelle läuft statt mit dem Fahrrad zu fahren, dass er einmal zur Haltestelle kam und keiner da war. Er wusste nicht, was er tun sollte: Wieder nach Hause gehen, weil der Bus wohl schon weg sei? Dann kamen aber die anderen Fahrschüler eingetrudelt und er war nur als erster dort gewesen. Turnen sei langweilig, da hätten sie noch nicht Fußball gespielt. Die Hausaufgaben wären nicht schlimm und Mama brauche nicht zu helfen. Der Schreibtisch in seinem Zimmer sei jetzt frei geräumt und die Babyspielsachen aussortiert.
Allerdings habe er kein Smartphone geschenkt bekommen, aber bestimmt bekäme er zu Weihnachten oder zu seinem Geburtstag eines.

Während wir uns so unterhielten, piepte mein Handy.

Meine Tochter erzählte von Jakobs frustrierendem Morgen:
Die Bausteine reichten nicht für sein Bauvorhaben. (Sie sind kürzlich umgezogen und nun ist so einiges in Kisten verstaut)

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Der Ackerpflug, den er neu bekommen hat, passt nicht zu dem Trecker (obwohl es die gleiche Marke ist).

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Und die Lösung, die Jakob gefunden hat, ist schließlich auch nur suboptimal 🙂

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Milan, das Schulkind, runzelte kurz die Stirn und meinte dann, dass er einen Trecker mit dem passenden Ackerpflug habe. Den könne er Jakob geben, er habe jetzt keine Zeit mehr für solche Babyspiele. „Der liegt aber im Sandkasten, den muss ich erst abspritzen. Darum kümmere ich mich, wenn ich wieder zu Hause bin.“

Auf meinen Einwand hin, ob nicht sein kleiner Bruder damit spielen möchte, zuckte er nur verächtlich die Schultern. „Der ist dazu noch viel zu klein. Und wenn er groß genug ist, kannst du ihn ja wieder von Jakob mitbringen!“

Mein Großer! ♥
(Sorry, unser Großer natürlich… )

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Zum erstenmal als Schulkind …

… wird der große Enkel heute bei uns übernachten. 

Scheinbar hat ihn die erste Schulwoche nicht besonders beeindruckt, denn wir haben die ganze Woche nichts von ihm gehört. 

Bin schon gespannt was er erzählen wird. Oder auch nicht. Weiß man bei Männern ja nie 🤗

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Einschulung

Kaum zu glauben, dass unsere beiden großen Enkel nun schon Schulkinder sind. Hab ich doch erst kürzlich noch Windeln gewechselt und ihnen bei ihren ersten Laufversuchen geholfen 🙂

Am Samstag, den 5. August war also der große Tag.

Im Gegensatz zu Bayern wird hier in Niedersachsen die Einschulung als großes Fest zelebriert. Die Veranstaltung findet am Samstag statt, neben den Eltern begleiten die Großeltern, Onkeln und Tanten und die Taufpaten die ABC-Schützen, nach Gottesdienst und Einschulungszeremoniell wird im Kreis der Familie gefeiert, und es gibt außer der Schultüte Geschenke wie zu Weihnachten und Geburtstag zusammen.

Sehr knifflig für uns, denn die beiden wurden zur gleichen Uhrzeit in verschiedenen Orten eingeschult. Wen sollten wir begleiten, wer würde sich benachteiligt fühlen? Zoff war vorprogrammiert.

Bei der Enkelin, die hier im Ort zur Schule geht, war zuerst die Einschulung und dann Kirche, beim Enkel, der in eine andere Schule geht, war zuerst der Gottesdienst, so dass wir schließlich doch noch die Chance hatten, mit beiden in der Schule zu sein.

Wir waren also sehr pünktlich in der total überfüllten Aula der Grundschule, wo wir der Enkelin moralische Unterstützung an ihrem großen Tag geben wollten. Die Begrüßung und Ansprache der Rektorin waren schon sehr langatmig, fand ich, dann folgte eine noch langatmigere Aufführung der 4. Klasse. Dem Opa war das nicht zumutbar, er schwächelte und ging an die Luft und hat somit das Aufrufen der ABC-Schützen und den Abmarsch in ihre Klassen verpasst.
Für die Erwachsenen folgte eine gut 30-minütige Pause bis die Erstklässler Unterrichtsluft geschnuppert hatten.

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Für uns war diese Veranstaltung nun zu Ende, Emily mit Eltern und den anderen Gästen gingen zur Kirche, während wir uns ins Auto schmissen und zu Milans Schule fuhren. Als wir hinkamen, war er in seinem Klasszimmer und die Gäste standen rauchend und Kaffee trinkend auf dem Schulhof rum.
Milan geht in eine kleinere Schule, so dass hier weniger Gedrängel war. Trotzdem erkannte ich ihn nicht gleich, als die ABC-Schützen aus ihrem Klasszimmer kamen 🙂

Im Konvoi fuhren wir zu Milan nach Hause, dort war schon die Tafel gedeckt und das Essen wurde geliefert. Anschließend fuhren wir noch zu Emilys Party. Sie hatten gegrillt und waren schon zum gemütlichen Teil übergegangen.

Um 16 Uhr waren wir wieder zu Hause, völlig platt natürlich und sehr erleichtert, dass der Tag geschafft war.

Da die stolzen Eltern Fotos ihrer Schulkinder auf Facebook gezeigt haben, mache ich mal eine Ausnahme …

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5. Tour 2017: Nordsee

Es ist ja nicht einfach für Großeltern, wenn sie von einem Teil der Kinder unter strengster Beobachtung stehen, damit der eigene Nachwuchs ja nicht zu kurz kommt.

Hatte der älteste Enkel gefragt, weshalb seine Cousine mit dem Wohnmobil weg dürfe und wir daraufhin mit ihm weg sind, weinte anschließend die Enkelin (angeblich?) bitterlich, weil wir immer nur mit ihrem Cousin wegführen. Also packten wir nochmal unsere Siebensachen (ne, weniger, denn ein Mädchen hat viel Gepäck!) und die Enkelin ins Wohnmobil, um mit ihr ein paar Tage an der Nordsee zu verbringen.

Wir waren vom Sonntag, den 30. Juli bis Mittwoch, den 2. August weg und hatten genau die vier Sonnentage zwischen viel, viel Regen und kühlen Temperaturen erwischt.

Dorum-Neufeld war unser Ziel. Dieses nette Dorf, wo außerhalb der Saison wohl nur der Kutterhafen sowas wie Leben zeigt, ist im Sommer natürlich von Touristen gut besucht. Von uns aus sind wir in einer guten Stunde dort, eine Entfernung, die sich auch für Tagesausflüge anbietet, und so war es keine aufregende Reise, sondern ein entspannter Trip in eine wohlbekannte Umgebung.

Die Enkelin war aus dem Wellenbad Watt´n Bad fast nicht rauszukriegen, aber auch das Suhlen im Watt und das Toben und Turnen auf den weitläufigen Spielplätzen trugen dazu bei, dass sich das Fast-Schulkind auspowern konnte. Wir hatten außerdem die Fahrräder mit und konnten hinterm und aufm Deich (gemütlich) radeln.

Den Leuchtturm bestiegen wir natürlich und genossen den Ausblick.

Deichkühe gab es auch. Zärtliche 🙂

Am letzten Abend durfte die Kleine besonders lange draußen bleiben und mit mir den Sonnenuntergang bewundern.

Jetzt reicht es mir aber erstmal mit Enkel-Urlauben. Wenn wir wieder packen, dürfen nur Oma, Opa und der Hund ins Wohnmobil. So.

(Bild anklicken macht’s übrigens groß)

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HSV-Fußballschule

Ich hab ja schon erzählt, dass wir den Urlaub an der Ostsee mit dem ältesten Enkel nach 5 Tagen abgebrochen haben, weil er doch noch einen Platz in der HSV-Fußballschule bekommen hat.

Diese Initiative des HSV kenne ich seit ich hier im Norden lebe. Jedes Jahr wird eine Woche lang ein Trainingslager für Kinder veranstaltet. Es sind ca. 70 Kinder dabei, die in mehrere Gruppen aufgeteilt ihre Trainingseinheiten absolvieren.

So hautnah wie heuer war ich noch nie dabei (der älteste Enkel ist schließlich noch keine 7 Jahre alt), von daher bin ich nun auch besonders beeindruckt 🙂

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Dann hieß es „Trinkpause!“ Die Flaschen lagen schon bereit:

 

 

Und für mich stellte sich wieder mal die knifflige Frage: Welche Rothose gehört zu meinem Enkel???

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Stolz zeigte er sich:

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Wie aufregend, spannend und anstrengend für den Fast-ABC-Schützen! Sie trainieren von 9:30 – 15:30 Uhr … mit entsprechenden Pausen natürlich.

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4. Tour 2017: Ostsee

Unser ältester Enkel fragte ganz unglücklich, warum Emily mit dem Wohnmobil weg war und er nicht. Naja, sein Familie ist 5-köpfig und meistens ist zusätzlich eine Pflegekraft für den kranken Enkel dabei, da ist unser Wohnmobil natürlich viel zu klein.
Mit uns war er bis jetzt zweimal weg, das klappte prima. Also machten wir uns mit ihm auch auf den Weg an die Ostsee.

Wir waren vom 16. bis 22. Juli auf dem Campingplatz Hökholz in Waabs, wo wir vor drei Jahren auch schon mit ihm waren.

Der Spielplatz hingegen, von dem er damals fast nicht wegzubekommen war, erwies sich jetzt allerdings als Reinfall „Babyzeugs“, und ich war ganz seiner Meinung. Für ein Kind, das in zwei Wochen eingeschult wird, ist so eine Plastikburg tatsächlich“Babyzeugs“.

Ostsee 2014 (42)

War wieder sehr schön, trotzdem war ich nicht böse, als seine Mama anrief und sagte, dass er einen Platz in der HSV-Fußballschule bekommen habe. Er müsse leider schon am Sonntag nach Hause kommen, das Training beginne am Montag um 9:30 Uhr.

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