Daheim

Ich behaupte ja immer ein Flachwurzler zu sein, was logischerweise heißen würde, dass ich da daheim bin, wo ich gerade lebe.

Heute bin ich bei meiner Schwester eingetrudelt (scheußliche Fahrt übrigens), und da musste ich zugeben, dass ich meiner Heimat doch mehr verbunden bin als ich wahrhaben möchte.

Daheim bin ich nämlich in Wirklichkeit da, wo es hügelig ist und wo es die echten rohen Klöße gibt 🙂

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Hibbelig und etwas ängstlich

Morgen fahre ich nach Bayern. Ich freue mich sehr, meine Geschwister wiederzusehen und natürlich freue ich mich am meisten auf meine Tochter, meinen Enkel und meinen Schwiegersohn. Normalerweise fahre ich mit der Bahn, aber diesmal fand ich keinen Zug, der günstiger kommt als der Sprit fürs Auto. Viel und weite Strecken fahre ich so gut wie gar nicht mehr, daher geht mir die Muffe. … Hibbelig, voller Vorfreude, hasenfüßig …

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Pink und grau – es reicht

Kinderdecken, Babyschlafsäcke, Fußsäcke für den Maxi Cosi – alle für Mädchen und alle in grau, pink und grau-pink. Ich fürchte,  noch so ein „Werk“ und ich bekomme Augenkrebs.

Nach der Kuscheldecke für die große Enkelin wurde eine Decke für die kleine Schwester gewünscht. Ja, und jetzt reicht es.

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100×120 cm wurde die Decke für die vier Monate alte Enkelin.

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3. Tour 2018: Wurster Nordseeküste

Wie langweilig, werdet ihr denken, schon wieder Nordsee.
Ja, schon wieder. All die Jahre, seit wir ein Wohnmobil haben (genau 15 Jahre), haben wir jeden Sommer mindestens eine große Fahrt unternommen, etwas Neues, Interessantes. Aber ich muss sagen, dass unsere Portugal-Tour letzten Sommer schon sehr anstrengend war, und der Gatte, der chauffieren muss, ist ganz objektiv gesehen nicht mehr so belastbar wie noch vor einigen Jahren. Schon nach den läppischen knapp 100 km von uns bis zur Nordsee hat er geschwollene Beine und ist müde. Und ich muss auch gestehen, dass ich mich nicht mehr wie mit vierzig (oder sechzig) fühle. Außerdem sind wir beide sehr gern in Dorum-Neufeld, fühlen uns ausgesprochen wohl und lieben das Watt, den Kutterhafen, den Deich und die verschiedenen Kneipchen und Buden.

Diesmal war der älteste Enkel mit, mit dem wir bisher nur an der Ostsee waren. Er ist immer begeistert, wenn er mit im Wohnmobil sein kann, und diesmal hat er vor lauter Begeisterung seiner Mama ein Foto geschickt, noch bevor wir uns „eingerichtet“ hatten.

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„Super hier“, schrieb der Enkel seiner Mama. Deren Begeisterung hielt sich dagegen in Grenzen 😉

Watt und Wellenbad kannte er noch nicht und war kaum für was anderes zu begeistern. Wir hatten aber zum Glück auch die Fahrräder dabei, so dass er doch auch noch ein bisschen was anderes sah 🙂

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Termin beim Facharzt

Jetzt bin ich selbst mal gespannt, ob ich es hinkriege, diesen Beitrag so zu formulieren, dass er verständlich und trotzdem so neutral ist, dass sich der Betroffene nicht auf die Füße getreten fühlen wird.

Er, der Betroffene, mein Ehemann, fühlte sich nicht gut, war matt, schlief viel und ging nach einigen Tagen freiwillig zum Arzt. Wieder ein paar Tage später (Blutbild, EKG, Röntgen etc.) war die Ursache gefunden, eine Entzündung, die nun mit Antibiotika behandelt wird. So ganz nebenbei wurde eine andere Erkrankung diagnostiziert, die aber zunächst nicht behandelt wird, weil die akute Entzündung Vorrang hat. Es ist eine  Schädigung eines Organs, die zwar nicht heilbar, aber gut behandelbar ist.

Der Hausarzt gab dem Gatten nun eine Überweisung zum Facharzt mit, und bat ihn, sich schon mal um einen Termin zu kümmern, damit die genaue Diagnose gestellt und die Erstmedikation eingeleitet werden könne. Außer der Überweisung bekam er eine Liste der Fachärzte im Umkreis von etwa 100 km mit.

So, und jetzt der Hammer: Der früheste Termin ist der 11. Januar 2019! Etlich Praxen vergaben überhaupt keine Termine mehr an neue Patienten, bei den anderen lag die Wartezeit bei bis zu 12 Monaten.

Er könnte ins Krankenhaus gehen oder der Hausarzt verschreibt ihm auf Verdacht Medikamente oder – das wird man in der Praxis nächste Woche versuchen – direkt über den Hausarzt einen früheren Termin zu erhalten.

Ich bin fassungslos. So etwas ist weder mir noch einem Familienmitglied jemals passiert. Meiner Schwester fiel übrigens spontan noch eine Alternative ein. Der Gatte solle sich auf eine Warteliste setzen lassen, denn bestimmt gäbe es jemanden, der die Zeit bis zum Facharzttermin nicht erleben würde … *makaber*

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Fertig gehäkelt

Heute habe ich endlich die Häkeldecke für die älteste Enkelin fertiggestellt: den Rand mit halben Stäbchen und festen Maschen umhäkelt und die Fäden vernäht. Das ist immer der lästigste Part, und diesmal hatte ich die Ausrede, dass es zur Zeit einfach zu heiß zum Handarbeiten ist.

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Die Decke ist 130×180 cm groß geworden.

Als die Enkelin heute hier war, habe ich sie ihr gegeben und war leicht enttäuscht, dass sie mir nicht freudestrahlend um den Hals gefallen ist. Andererseits, was sollte sie bei den derzeitigen Temperaturen von etwa 30°C mit einer Wolldecke anfangen ….

Aber kurz drauf schickte mir ihre Mama diese Fotos 🙂

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Norddeutsche Männer!

Unser Geschirrspüler hat sich nach Jahren des Rumzickens entschlossen den Geist aufzugeben.

Zum Glück hat der Gatte einen Bekannten, der sich damit auskennt und sogar – ganz offiziell – neue Geräte verkauft. Dieser kam gleich am nächsten Tag, checkte die alte Maschine und wandte sich an den Gatten:

„Tja, J., da musst du wohl überlegen, ob du ein neues Gerät kaufst. — Obwohl es heutzutage keine Frage mehr ist. Keine Frau spült mehr mit der Hand. Ist auch vom Wasserverbrauch her viel günstiger, und die neuen Maschinen brauchen so wenig Strom, da kommst du auf jeden Fall günstiger weg als wenn die Frau mit der Hand spült. — Also, J., ich könnte dir ein gutes Angebot machen. Musst du wissen, ob ich dir eine neue hinstellen soll.“

„Fragen Sie doch mich“, schritt ich ein, „ich glaube, ich kann mich da schneller entscheiden.“

Er zuckte nur kurz zusammen, ignorierte mich aber konsequent und sprach unbeirrt auf den Gatten ein, bis dieser endlich sein Okay gab.

Gestern klingelte das Telefon. Besagter Fachmann war dran, verlangte den Gatten zu sprechen, um ihm mitzuteilen, dass er die neue Spülmaschine da habe und er sie heute noch einbauen könne.

„Super, das ging ja schnell“, freute sich der Gatte. „Mein Weib hilft dir beim Hochtragen.“

Na, glücklicherweise war ich mit dem Hund weg, als er kam, und so war die alte Maschine im Lieferwagen und die neue in der Küche. Er musste mit dem Anschließen nur warten, bis ich saubergemacht hatte (meine Güte, ich schäme mich immer fürchterlich, wenn ich den Dreck unter den Küchenschränken sehe). Diesmal sprach mich der Gute sogar an: „Jooo, ich sage da auch immer zu meiner Frau: ‚Meta, wann hast du bloß zuletzt gefeudelt?'“ und lächelte verschmitzt.

„So, J., ich erkläre dir nun wie sie bedient wird“, wandte er sich dann wieder an den Gatten.

„Erkläre das man besser meinem Weib. Ich hab nix damit mang“

„Ich erkläre das dir und du kannst das denn halten wie du möchtest“, blieb er stur. Aber immerhin duldete er, dass ich hinter ihnen stehen und zuhören durfte. Das hatte den Vorteil, dass ich heimlich ein Foto machen konnte 🙂

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